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Jahrestagung der DGIP 2026: Wer schreibt, der bleib.

Datum: 26. bis 29. November 2026

Jahrestagung für Individualpsychologie 2026

Wer schreibt, der bleibt
Für sich – für andere – fürs Miteinander

Hotel Aquino, Berlin

"Wer schreibt, der bleibt" – dieser prägnante Satz eröffnet ein Themenfeld, das uns in unserem fachlichen Alltag unmittelbar betrifft und zugleich weit darüber hinausweist. Schreiben ist in Psychotherapie, Beratung und Coaching allgegenwärtig: Wir verfassen Berichte, lesen Fachliteratur, halten Gedanken fest oder begegnen den Texten unserer Patientinnen und Patienten. Und doch ist Schreiben weit mehr als bloße Routine. Schreiben kann ordnen, klären und verdichten – und zugleich festlegen, verunsichern oder begrenzen. Es bewegt sich im Spannungsfeld zwischen innerem Erleben und äußerer Form, zwischen individueller Stimme und fachlicher Sprache. Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Für wen schreiben wir? Für uns selbst, um uns zu vergewissern? Für andere, um mitzuteilen und zu dokumentieren? Oder für ein gemeinsames fachliches und gesellschaftliches Miteinander? Gerade im therapeutischen Kontext entfaltet Schreiben eine besondere Wirkung. Ob wir mitschreiben oder darauf verzichten, ob Patientinnen und Patienten eigene Texte einbringen oder wir Diagnosen formulieren – all dies beeinflusst Beziehung, Selbstwahrnehmung und Entwicklung. Schreiben kann Halt geben, aber auch festschreiben. Es verlangt Umsicht, Verantwortung und nicht zuletzt die Bereitschaft, sich selbst in Sprache zu riskieren. Zugleich verändert sich das Schreiben in unserer Zeit grundlegend. Zwischen persönlichem Ausdruck und standardisierten Anforderungen, zwischen menschlicher Erfahrung und KI-generierten Texten entstehen neue Fragen: Was bleibt am Schreiben genuin menschlich? Worin liegt seine besondere Kraft – auch in Zukunft?

AnmeldungAnmeldung zur Jahrestagung für IP 2026 | DGIP
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