Zum Hauptinhalt springen

DPG-Jahrestagung 2026: Drama im Feld – Psychoanalyse als Ereignis

Datum: 14. bis 17. Mai 2026, Berlin

Die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft (DPG) lädt herzlich zu ihrer Jahrestagung 2026 im Hotel Maritim proArte in Berlin ein.

Die Tagung nimmt die psychoanalytischen Feldtheorien in den Blick und umreißt schon im Titel zwei ihrer Eigenarten: Das Drama im Feld, das auf die nonverbalen Elemente des psychoanalytischen Austauschs verweist, auf Szenen, Enactments, projektiv-identifikatorische Prozesse und die Psycho-analyse als Ereignis, die das Gegenwärtige der Begegnung und die emotionale Erfahrung benennt. Doch dabei bleibt die Psychoanalyse nicht stehen. So wird die Spannung zwischen Erleben und Verstehen, Symbolisieren, Verbalisieren und Deuten ein zentrales Tagungsthema werden.

In der internationalen Diskussion werden die psychoanalytischen Feldtheorien differenziert wahr-genommen, in der deutschsprachigen Psychoanalyse sind sie noch nicht so recht angekommen. Dabei können wir mit den Konzepten der Szene und des szenischen Verstehens einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Die Feldtheorien bieten eine Art von Basisperspektive an, weil sie auf die analytische Situation als einem bipersonalen Feld fokussieren und die Komplexität der psychoanalytischen Begegnung und ihre vielfältigen Kräfte festhalten. Als klinische Basistheorie können sie mit den unterschiedlichsten psychoanalytischen Positionen verbunden werden.

Wir freuen uns, ein breites und zugleich konzentriertes Programm präsentieren zu können. Einleitend dürfen wir gespannt sein, auf welchem Weg Eckehard Pioch seinen Umgang mit der Feldtheorie vorstellt. Im öffentlichen Vortrag wird der bekannte Kunsthistoriker Horst Bredekamp über „Sigmund Freud im Feld seines Verbergens. Über die Objektmagie von Kunstwerken“ sprechen. Danielle Bazzi aus Zürich gibt eine historisch auffächernde Einführung in die psycho-analytischen Feldtheorien, Annemarie Laimböck aus Innsbruck schlägt die Brücke zur Klinik des szenischen Verstehens. Der Doyen der nordamerikanischen Feldtheorie Donnel B. Stern (New York) wird uns seinen interpersonellen Zugang zu unformulierten Erfahrungen präsentieren, Sara Boffito aus Mailand aus der klinischen Werkstatt der italienischen Feldtheorie berichten. Als besonderer Gast wird Heribert Blass – der gegenwärtige Präsident der International Psychoanalytic Association – einen Einblick in seine Arbeit als Erwachsenen-, Kinder- und Jugendlichenanalytiker geben; schließlich bündeln Marco Conci, Paola Coppola und Herbert Will als Trio das Tagungsthema vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Zugangswege.

Die Nachmittagsveranstaltungen versammeln hochinteressante Beiträge. Sie geben Gelegenheit, viele Aspekte der psychoanalytischen Feldtheorien zu vertiefen und im direkten Kontakt mit den Vortragenden in kleineren Gruppen zu diskutieren.

Das Programm finden Sie auf der Anmeldeseite zur Jahrestagung 2026: https://tagung-dpg-psa.de