
6. Tag der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie
30. Oktober 2026
16:00-21:15 Uhr
ZOOM-Konferenz
ANMELDUNG
Der Link zur Anmeldung wird in Kürze veröffentlicht.
FORTBILDUNGSPUNKTE
Die Veranstaltung ist bei der Psychotherapeutenkammer Berlin zur Akkreditierung angemeldet. Wir erwarten die Anerkennung von Fortbildungspunkten.
„Die Aktivität der Psychotherapeut:innen“
Das Verstehen unbewusster Prozesse, wie sie sich in unseren Behandlungen z. B. in der Beziehungsdynamik zwischen Patient:in und Therapeut:in und im szenischen Geschehen abbilden, ist ein zentrales Anliegen der psychodynamischen Verfahren. Hinsichtlich der Behandlungstechnik in der TP gelten im Allgemeinen eine stärkere Fokussierung, eine aktivere Kommunikation, auch im Sinn eines realen, konkreten Gegenübers, und die Unterstützung unserer Patient:innen bei Veränderungen im Alltag als Merkmale. Dafür steht, je nach Problemstellung, ein breites Methodenspektrum zur Verfügung, das differenziert zum Einsatz kommt. Im Vergleich zur klassischen, hochfrequenten Analytischen Psychotherapie im Liegen soll die Rolle der Therapeut:in in der TP „aktiver“ sein. Was damit gemeint sein kann, wollen wir am 6. Tag der TP genauer beleuchten.
Der Bezug zu aktuellen Forschungsdaten kann uns zeigen, wie und welche Methoden und Interventionsformen in den verschiedenen psychodynamischen Behandlungen zu finden sind, und was mit Aktivität in der TP gemeint sein kann. Mit einem Einblick in die Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) lernen wir eine auf psychoanalytischen und bindungstheoretischen Konzepten basierende Methode kennen, die in besonderem Maß die Aktivität der Therapeut:innen fordert. Auch werden wir uns mit dem zentralen Begriff der Übertragung und wie in der TP mit ihr umgegangen werden kann, beschäftigen.
Programm
| Uhrzeit | Programmpunkt | Referent:innen und Moderator:innen |
| 16:00 Uhr | Begrüßung | Christine Bauriedl-Schmidt, Stefanie Hermsdörfer & Matthias Köpp |
| 16:30 Uhr | „Therapeutische Techniken und Aktivität in der TP” | Miriam Henkel |
| 17:45 Uhr | „Jenseits der Abstinenz - Aktivität und Selbstoffenbarung in der MBT“ | Svenja Taubner |
| 19:00 Uhr | Pause | |
| 19:30 Uhr | „Die Übertragung in der TP: nutzen oder begrenzen?“ | Wolfgang Wöller |
| 20:45 Uhr | Verabschiedung | Christine Bauriedl-Schmidt, Stefanie Hermsdörfer & Matthias Köpp |
Referent:innen und Moderator:innen
Dr. Miriam Henkel
Psychologische Psychotherapeutin (TP & AP), Psychoanalytikerin (DGPT, DPG, IPA). Leitung der Psychosomatischen Institutsambulanz sowie des Bereichs Forschung des Asklepios Fachklinikums Tiefenbrunn. Vorstandsmitglied sowie Trainerin des Arbeitskreises Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik. Dozentin am Magdeburger Ausbildungsinstitut für Psychotherapeutische Psychologie. Dozentin und Supervisorin am Lou Andreas-Salomé Institut Göttingen und am Institut für Psychotherapie, UKE Hamburg.
Stefanie Hermsdörfer
Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin, Dozentin und Supervisorin (pin, DGPT); Vorsitzende pin e. V., Nürnberg, Sprecherin AK TP
Matthias Köpp
Dr. med. FA Psychotherapeutische Medizin, FA Psychiatrie & Psychotherapie, Dozent, Supervisor (DGPT), Stellvertretender Sprecher des AK TP
Prof. Dr. Svenja Taubner
Psychologische Psychotherapeutin (TP & AP für Kinder, Jugendliche und Erwachsene), Psychoanalytikerin, Supervisorin und Trainerin für MBT (Mentalisierungs-Basierte-Therapie), Professorin und Direktorin des Instituts für Psychosoziale Prävention an der Universität Heidelberg mit den Forschungsschwerpunkten: Mentalisierung, Störung des Sozialverhaltens, Persönlichkeitsstörungen und Kompetenzentwicklung von Professionellen im Gesundheitswesen.
Priv.-Doz. Dr. med Wolfgang Wöller
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Neurologie und Psychiatrie, Psychoanalytiker (DGPT, DPG), Lehranalytiker, EMDR-Therapeut. Bis Ende 2017 Dozent an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Ärztlicher Direktor der Rhein-Klinik Bad Honnef. Seitdem überwiegend im Bereich von Forschung und Weiterbildung tätig.