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5. Arbeitstagung der AG Psychoanalyse in der Gesellschaft - Verstehen, Sprechen, Handeln unter erschütterten Bedingungen

Datum: 15. und 15. März 2024

Seit mehreren Jahren beschäftigen wir uns als Arbeitsgemeinschaft „Psychoanalyse in der Gesellschaft“ mit der Frage, wie wir als Psychoanalytiker und Bürger uns angesichts der psychisch und sozial, politisch und gesellschaftlich aufkeimenden Konflikte positionieren und ins Handeln kommen können. Diese Konflikte – wie Klimakrise, Kriege (in der Ukraine, im Nahen Osten) und das Erstarken diktatorischer und rechtsradikaler Bewegungen - beunruhigen uns. Wir geraten an die Schwelle zur Handlungsunfähigkeit und brauchen unsere seelische und kognitive Kraft dazu, das Chaos und die Sprachlosigkeit, in denen wir uns erleben, auszuhalten. Das Gefühl, von einem sicheren Ort aus auf die teilweise unerträglichen Entwicklungen sehen zu können, ist tief erschüttert und teilweise verloren. Angesichts der aktuellen „toxischen Polarisierungen“ (Blaß, Kolod und Eizirik in einem IPA-Webinar) beobachten wir bei uns und anderen die Neigung zu einer radikalen Abwehr. Sich auf eine Seite zu schlagen, Recht zu haben, im Versuch sich zu befreien, führt jedoch zum Verlust der Fähigkeit zum konstruktiven Denken aus der 3. Position, welches aus der Ohnmacht heraushilft.

In der kommenden Tagung wollen wir untersuchen, welche Prozesse es sind, die in uns und anderen und zwischen Gruppierungen zu toxischen Polarisierungen führen, wie wir diese erkennen können und welche Wege herausführen um uns im Alltag bewusster diesen Verführungen stellen und ihnen - verstehend, sprechend und handelnd - begegnen zu können.

Bitte melden Sie sich möglichst frühzeitig an, spätestens aber bis zum 1.3.2024 schriftlich bei DPG Geschäftsstelle Goerzallee 5, 12207 Berlin Tel.: (030) 84 31 61 52