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Archiv 2012

November 2012 / Bundesweite Befragung aller Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten zum Sicherstellungsauftrag ab Mitte November

Die KBV hat alle Berufsverbände und die Fach- und Publikumspresse informiert, dass sie ab Mitte November alle niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten zur Zukunft der ambulanten medizinischen Versorgung befragen lässt (Befragung wird durch „infas“ durchgeführt).

PDF Vollständiger Text als PDF

Oktober 2012 / PiA Protesttag am 14. November

Die bundesweit organisierten PiAs (Psychotherapeuten in Ausbildung) rufen zu einem bundesweiten Protesttag am 14.11.2012 auf. In Berlin und in anderen Städten soll mit Aktionen nochmals darauf aufmerksam gemacht werden, dass zum Beispiel die angemessene Vergütung sowie die Arbeitsbedingungen für die Praktische Tätigkeit (Psychiatrie) finanziell untragbar sind. Die DGPT unterstützt diese Aktivitäten.

Der Geschäftsführende Vorstand der DGPT

Oktober 2012 / Psychotherapie ausgedeckelt / Erhöhung der Honorare um 1,27 Mrd. Euro

Die KBV und der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) haben sich auf Eckpunkte zu den Vergütungsregelungen für das Jahr 2013 verständigt. Diese wurden in der Sitzung des Bewertungsausschusses am 22. Oktober 2012 als „Beschlusspaket“ gemeinsam mit anderen Regelungen verabschiedet.

Da die Vergütungsverhandlungen seit 2013 wieder regional geführt werden, kann die Bundesebene nur die Richtung vorgeben, die aber, davon gehen KBV und GKV-SV aus, in den regionalen Honorarabschlüssen ihren Niederschlag finden wird. Danach soll die Vergütungsmenge für 2013 infolge aller verabredeten Bestandteile insgesamt um etwa 1,27 Mrd. Euro steigen.

PDF Die Details: (Information als PDF-Dokument)

 PDF Der Beschluss des Bewertungsausschusses vom 22.10.2012 im Wortlaut (als PDF-Dokument)

September 2012 / Religiöse Beschneidung von Jungen - Stellungnahme der DGPT zur Debatte

Die Debatte um die religiöse Beschneidung von Jungen hat sich nach dem Urteil des Landgerichts Köln in den zurückliegenden Wochen unter starker Beteiligung ärztlich-wissenschaftlicher Äußerungen zugespitzt. Die Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychosomatik, Psychotherapie und Tiefenpsychologie (DGPT) hat dies mit Sorge verfolgt. In der Debatte um das Verhältnis und die Gewichtung der betroffenen Grundrechte (Recht auf körperliche Unversehrtheit, Recht auf die Freiheit der Religionsausübung, Elternrecht) in Relation zum Hippokratischen Eid und zu den berufsrechtlichen Regelungen hat sich auch unter PsychoanalytikerInnen und PsychotherapeutInnen eine polarisierende Argumentation entwickelt.

Die DGPT stellt mit großer Besorgnis fest, dass die vom Gesetzgeber zu lösende Konfliktthematik gesamtgesellschaftlich auch fremdenfeindliche und antisemitische Äußerungen zeitigt. Die DGPT bedauert die in diesem Kontext entstandenen Verletzungen bei allen an der Auseinandersetzung Beteiligten und besonders die Verletzung von Menschen, die auf eine sichere Basis ihrer religiösen Identität in der heutigen deutschen Gesellschaft vertraut haben.

Der DGPT-Vorstand erklärt: Link zur Pressemeldung

August 2012 / "Einführung in die Psychoanalyse“ - Film mit Otto Kernberg auf Deutsch, Englisch und Spanisch

Mit Otto Kernberg ist auf Deutsch, Englisch und Spanisch ein etwa einstündiger Film „Einführung in die Psychoanalyse“ gedreht worden, dessen Idee es ist, eine Art Visitenkarte der Psychoanalyse zur Verfügung zu stellen, die unter Vermittlung der IPA weltweit überall dort zum Einsatz kommen soll, wo eine Basisinformation über Psychoanalyse benötigt wird. Die Absicht ist, die öffentliche Informationslage über Psychoanalyse als Wissenschaft und klinische Disziplin zu verbessern -

PDF (Vollständiger Text als PDF).

 Link zum Vorstellungstrailer auf YouTube.

Die DVD ist ab Juli 2012 zu einem Preis von € 34,95 über den Buchhandel oder direkt über den  Schattauer-Verlag erhältlich.

Juni 2012 / Honorarbericht der KBV erstmals erschienen – Psychotherapeuten liegen weit hinter anderen Fachgruppen zurück

Das Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung von 2012 verpflichtet die KBV gemäß Paragraf 87c SGB V zur Berichterstattung. Sie muss für jede Kas­senärztliche Vereinigung (KV) einen Bericht über die Ergebnisse der Honorarverteilung, über die Gesamtvergütungen, über die Bereinigungssummen und über den Honorarumsatz je Arzt und je Arztgruppe veröffentlichen. Dieser wurde, den Vorgaben entsprechend, von der KBV erstmals im Juni 2012 veröffentlicht.

Danach beträgt der durchschnittliche Honorarumsatz je Arzt im 1. Halbjahr 2011 102.004 Euro.

Der durchschnittliche Honorarumsatz je Psychotherapeut beläuft sich im gleichen Zeitraum hingegen nur auf 37.596 Euro.

PDF KBV - Honorarübersicht  nach Fachgruppen (PDF), aus: Honorarbericht der KBV, 1. Hlbj. 2011, S. 53

PDF KBV – Honorarbericht (PDF)

 Link zur Homepage der KBV / Stellungnahme zum Honorarbericht

Juni 2012 / Die DGPT trauert um ihr Mitglied Dr. med. Margarete Mitscherlich. Sie verstarb am 12. Juni 2012 94jährig in Frankfurt am Main.

Margarete Mitscherlich half, die Psychoanalyse in Deutschland wieder zu etablieren. Sie machte sich vor allem um die Weiterentwicklung der psychoanalytischen Theorie der Weiblichkeit verdient. Für die Themen ihrer Zeit hat sie sich leidenschaftlich engagiert, und sie behielt sich bis zu ihrem Lebensende eine imponierende intellektuelle Wachheit. Wir werden sie in ehrender Erinnerung behalten.

 "Margarete Mitscherlich : Das linke Gewissen", von Hans-Jürgen Wirth, in: Der Tagesspiegel

 "Berühmte Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich in Frankfurt am Main gestorben", in: SpiegelOnline

" Zum Tod von Margarete Mitscherlich - Die große Frau der Psychoanalyse", von Franziska Augstein, in: Süddeutsche.de

 Trauerrede durch Alice Schwarzer

Mai 2012 / Novellierung des Psychotherapeutengesetzes –
Psychotherapeutische „Direktausbildung“? 

Stellungnahme des Geschäftsführenden Vorstands der DGPT vom 24. April 2012

Die DGPT befürwortet den Erhalt der bisherigen post-gradualen Ausbildung nach dem Grundmodell des Psychotherapeutengesetzes. Allerdings wird von anderen Akteuren im Gesundheitswesen die Option eines psychotherapeutischen Direktstudiums an der Hochschule erörtert. Der Geschäftsführende Vorstand der DGPT nimmt diese Diskussion zum Anlass, dazu mit einer Stellungnahme, die zunächst dem Gespräch unter Mitgliedern dienen soll, Position zu beziehen. Diese Eckpunkte fassen die Erfahrungen und die als unverzichtbar bewerteten Bedingungen für eine psychoanalytische Ausbildung an unseren Instituten zusammen.

PDF Download der Stellungnahme

Mai 2012 / Unser Mitglied, Herr Dr. med. Karl Metzner (Vorsitzender des DGPT Landesverbandes Baden-Württemberg), wurde als Mitunterzeichner einer Stellungnahme des Unabhängigen Fachausschuss Psychotherapie in BW (UFA) mit Klage bedroht, wenn er zwei bestimmte Aussagen nicht unterlässt.

Dazu erreichte uns folgende Nachricht aus Baden-Württemberg:

Medi+AOK vs UFA/Metzner

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in unserem Schreiben an alle Psychotherapeuten in Baden-Württemberg hatten wir angekündigt, die entsprechenden Dokumente an dieser Stelle zu veröffentlichen. Das erste, was in Gefahr gerät, wenn Klagedrohungen im Raum stehen, ist die freie Information. Wir müssen leider noch um Geduld bitten:

Unser Rechtsanwalt hat uns geraten, zunächst von einer Veröffentlichung der Schreiben der Rechtsanwälte abzusehen. Es ist nicht auszuschließen, dass mit einer Veröffentlichung in die Rechte, die Medi oder die AOK geltend machen könnten, eingegriffen wird. Würden sowohl der Anwalt von Medi und der AOK als auch die in dem Rechtsstreit genannten Personen einer Veröffentlichung auf unseren Homepages zustimmen, gäbe es kein Hindernis für die Veröffentlichung.

Möglicherweise gibt es auch andere Möglichkeiten, Ihnen anschaulich darzustellen, worauf die strafbewehrte Unterlassungserklärung aufbaute, und wie sie bisher seitens unseres Rechtsanwalts abgewehrt wurde. Wir arbeiten daran.

Der Vorstand des Landesverbandes Baden-Württemberg

PDF Stellungnahme des UFA zum Vorgang